Planung und Bau eines schallisolierten Proberaumes

Dieser Artikel basiert auf meiner Diplomarbeit am Institut für Musikwissenschaft Wien 2013 bei Prof. Christoph Reuter

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Schalldämm-Maße

Ein Maß für die Schallübertragung durch ein bestimmtes Bauteil ist der Schalltransmissionsgrad t. Er bezeichnet das Verhältnis der übertragenen zur einfallenden Schallleistung. Übliche Werte liegen zwischen 10-8 und 10-1 (Schirmer 2006, S.160). Auch hier wird mithilfe einer logarithmischen Darstellung auf handlichere Werte zurückgegriffen.

Das Schalldämm-Maß R ist der zehnfache Logarithmus vom Kehrwert des Schalltransmissionsgrades

Gleichung 4.2.1.a - Gleichung 4.2.1.a:

(siehe Abb. 2.4.1)
W1 - auftreffende Schallleistung
W2 - übertragene Schallleistung

Fasold/Veres 2003, S.221
und bezieht sich nur auf das Bauteil.

In der Praxis ist die Schalldämmung geringer, da es die im vorherigen Kapitel beschriebenen Nebenwege gibt. Als Maß für die Schalldämmung im eingebauten Zustand wurde deshalb das Bau-Schalldämm-Maß R' definiert.

Gleichung 4.2.1.b - Gleichung 4.2.1.b:

(siehe Abb. 2.4.1)
W1 - auftreffende Schallleistung
W2 - übertragene Schallleistung
W3 – über Nebenwege übertragene Schallleistung

Fasold/Veres 2003, S.221

Der im Empfangsraum wahrgenommene Schalldruck ist allerdings nicht nur von der immittierten Leistung, sondern auch von der dortigen Raumakustik abhängig (Fasold/Veres 2003, S.222).

Die Schalldruckpegeldifferenz D zwischen zwei Räumen schließt die raumakustischen Eigenschaften mit ein. Um einerseits den Schalldruck als Größe zu verwenden, welche der Wahrnehmung mehr entspricht, und andererseits den Einfluss der Raumakustik auf den Messwert zu minimieren, gibt es die Norm-Schallpegeldifferenz Dn und die Standard-Schallpegeldifferenz DnT. Die Norm-Schallpegeldifferenz Dn ist die Schalldruckpegeldifferenz, korrigiert um das Verhältnis der äquivalenten Absorptionsfläche (siehe auch Kapitel 5.2 Absorption) im Empfangsraum zu einer Bezugsabsorptionsfläche.

Gleichung 4.2.1.c - Gleichung 4.2.1.c:

A - gemessene äquivalente Absorptionsfläche im Empfangsraum
A0 - Bezugsabsorptionsfläche (im allgemeinen 10m2, bei Klassenzimmern in Schulen 25m2)

Fasold/Veres 2003, S.222

Die Standard-Schallpegeldifferenz DnT setzt in gleicher Weise die Nachhallzeit im Empfangsraum zu einer Bezugsnachhallzeit ins Verhältnis.

Gleichung 4.2.1.d - Gleichung 4.2.1.d:

T - gemessene Nachhallzeit im Empfangsraum
T0 - Bezugsnachhallzeit (im allgemeinen 0,5s)

Fasold/Veres 2003, S.222

„Ziel von Schalldämmungsmessungen am Bau ist in der Regel nicht die Bestimmung der Schalldämmung eines Bauteils, sondern die Ermittlung der Schallübertragung zwischen benachbarten Räumen. Die Ergebnisse dienen der Güteprüfung und werden als Bau-Schalldämm-Maße R', als Norm-Schallpegeldifferenzen Dn oder als Standard-Schallpegeldifferenzen DnT angegeben und zum Vergleich mit Anforderungen bewertet.“
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